Liebe Waidgenossen,

in der heutigen Informationsveranstaltung wurden die aktuell von der ASP betroffenen Jagdverbände über den aktuellen Stand der Abwehrmaßnahmen informiert. Unsere Mitglieder sind ja nun zum Teil auch betroffen. Der aktuelle ASP Fall in MOL hat uns gezeigt, wie schnell eine neue Lage entstehen kann. Dr. Gleich (Landeskompetenzzentrum) informierte über den aktuellen Stand der Ausbreitung und derzeit getroffene Maßnahmen, insbesondere über die Effektivität der Schwarzwild-Fangjagd mittels Fallen. Hier verwies er insbesondere auf Erfahrungen aus Tschechien und Belgien. Ziel muss es sein, die derzeitige hohe Zahl an Schwarzwild auf einen Bestand von maximal 1 Stück/100 ha zu bringen. Dies dient der Unterbrechung der Infektionsketten. In einer lebhaften Diskussion wurden Fragen wie Haftpflicht, Wildschaden infolge Jagdruhe, Bewegungsjagden, Verhalten in den 3 Zonen, Maßnahmen des Landkreises besprochen:

  1. Haftpflicht: Da die normale Jagdhaftpflicht solche außergewöhnlichen Situation für unterstützende Jäger nicht oder nur unzureichend abbildet, arbeitet der Landkreis an einer Lösung.
  2. Wildschaden infolge Jagdruhe: Infolge behördlich angeordneter Jagdruhe auftretender Wildschaden ist unter Hinzuziehung eines bestallten Wildschadensprüfers zu dokumentieren und der UJB zu melden, damit ein Ausgleich erfolgen kann.
  3. Bewegungsjagden: Bewegungsjagden außerhalb der 3 Zonen bleiben erlaubt. Es wurde aber auf die sich ständig verändernde Situation hingewiesen. Das bringt für alle, die Drückjagden planen eine hohe Unsicherheit mit sich.
  4. Maßnahmen des Landkreises: Es wird nächste Woche begonnen ein zweistufigen festen Zaun zu bauen, um eine weiße Zone zu bilden. Die dafür geplanten Mittel betragen ~3 Mio. €.

Insbesondere das Veterinäramt unter der Leitung von Frau Senger und die UJB unter der Leitung von Frau Fielitz sind sehr bemüht, alles Mögliche zur Eindämmung der Seuche zu tun. Ich habe hier im Namen der Mitglieder des JV Fürstenwalde meine Anerkennung für das Geleistete ausgesprochen und Unterstützung zugesagt. Wir müssen nur wissen: Was, wo und wann etwas zu tun ist?

Mit freundlichem Gruß

Dr. Frank-Peter Schmidt

Vorsitzender Jagdverband Fürstenwalde e.V.